Forschung 2026-04-02 Zeitmanagement & Priorisierung Bern

Priorisieren: Verändert die Formulierung einer Anfrage ihren Rang?

Priorisieren: Verändert die Formulierung einer Anfrage ihren Rang? — SHR, Bern
Priorisieren: Verändert die Formulierung einer Anfrage ihren Rang? — SHR, Bern

Anfragen, die auf dem Schreibtisch einer Führungskraft landen, sind nicht neutral formuliert. Die Führungsfrage ist präzise: Bleibt die Rangfolge der Prioritäten bestehen, wenn dieselben Folgen anders dargestellt werden?

Was die Literatur belegt

Amos Tversky und Daniel Kahneman (1981, Science) zeigen, dass Entscheidungsprobleme mit gleichwertigen Folgen je nach Formulierung unterschiedliche Präferenzen hervorrufen können. In ihrem bekannten Beispiel aus dem Gesundheitsbereich verändert die Darstellung als gerettete oder verlorene Menschenleben die Wahl zwischen einer sicheren und einer risikobehafteten Option. Das Experiment betrifft hypothetische Entscheidungen, nicht die Rangfolge beruflicher Aufgaben.

Der Referenzpunkt hinter der Anfrage

Daniel Kahneman und Amos Tversky (1979, Econometrica) schlagen ein Modell vor, in dem Ergebnisse als Gewinne oder Verluste gegenüber einem Referenzpunkt bewertet werden und nicht allein anhand ihres Endwerts. Ihre Theorie unterscheidet zudem, wie Gewinne, Verluste und Wahrscheinlichkeiten bewertet werden. Auf die Zeitplanung übertragen ergibt sich eine prüfbare Hypothese: Wird eine Aufgabe als Vermeidung eines Verlusts dargestellt, könnte dies die Abwägung gegenüber einer Darstellung als erwarteter Nutzen verändern.

Priorisieren: Verändert die Formulierung einer Anfrage ihren Rang? — SHR, Bern — Berne
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Der vorschnelle Schluss

Daraus könnte man ableiten, dass eine als Verlustvermeidung formulierte Anfrage immer Vorrang erhält. Diese Arbeiten erlauben diesen Schluss nicht: Die Effekte hängen unter anderem von der Struktur der Entscheidung und von der Unsicherheit ab. Ebenso wenig rechtfertigen sie es, sämtliche Anfragen als Risiken darzustellen, um Zeit zugesprochen zu bekommen. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)

Was die Daten über die Zeitplanung nicht aussagen

Diese Artikel belegen weder die Häufigkeit noch das Ausmass von Framing-Effekten in beruflichen Zeitplänen in Bern. In der Praxis können zwei scheinbar vergleichbare Formulierungen auch unterschiedliche Informationen über eine gesetzliche Verpflichtung, die Umkehrbarkeit einer Entscheidung oder die Schwere eines Schadens vermitteln. Eine aussagekräftige Überprüfung muss deshalb Fakten, Fristen, geschätzten Arbeitsaufwand und Unsicherheit konstant halten.

Eine überprüfbare Praxis in Bern

Im Programm «Zeitmanagement & Priorisierung» von SHR — Swiss Human Resources lässt sich eine Übung mit fiktiven Anfragen durchführen, die auf die Bundesverwaltung, das öffentliche Gesundheitswesen, die Telekommunikation und die Präzisionsindustrie in Bern zugeschnitten sind. Dazu werden zwei gleichwertige Versionen desselben Aufgabenportfolios erstellt, eine mit erzieltem Nutzen und die andere mit vermiedenen Verlusten, und nach dem Zufallsprinzip zwei Gruppen zugeteilt, die die Anfragen ordnen und dasselbe Zeitbudget verteilen. Für jede Anfrage werden der durchschnittliche Rang und der zugeteilte Zeitanteil verglichen, wobei Sprache und Daten in beiden Versionen gleich bleiben. Ein Unterschied würde auf eine Empfindlichkeit gegenüber der Darstellung in dieser Übung hinweisen, ohne eine dauerhafte Verzerrung im Arbeitsalltag zu beweisen. Weiterführend: entdecken Sie die Zeitmanagement & Priorisierung-Weiterbildung in Bern, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.

In Bildern: Zeitmanagement & Priorisierung in Bern

Zeitmanagement & Priorisierung-Weiterbildung in Bern — in der Praxis
Zeitmanagement & Priorisierung-Weiterbildung in Bern — in der Praxis
Zeitmanagement & Priorisierung-Weiterbildung in Bern — Praxis-Workshop
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Zeitmanagement & Priorisierung-Weiterbildung in Bern — vor Ort
Zeitmanagement & Priorisierung-Weiterbildung in Bern — vor Ort