Genf: Wie lässt sich durch Einfluss führen und Verbindlichkeit ohne Weisungsbefugnis prüfen?

Im Kanton Genf sind internationale Organisationen, Privatbanken, Rohstoffhandelshäuser und Luxusuhrenmarken auf engem Raum vertreten, mit stark multikulturellen Teams, in denen Französisch und Englisch nebeneinander verwendet werden. Für das Programm «Manager par influence» von SHR — Swiss Human Resources stellt sich deshalb eine präzise Frage: Wie lässt sich ohne Weisungsbefugnis eine verbindliche Handlungszusage von höflicher Zustimmung unterscheiden?
Was die Forschung belegt
Gary Yukl und J. Bruce Tracey (1992, Journal of Applied Psychology) untersuchten Zusammenhänge zwischen Einflusstaktiken, dem Engagement der angesprochenen Personen und der Wirksamkeit von Führungskräften. Rationale Überzeugung, Konsultation und das Ansprechen von Werten oder Zielen waren mit günstigeren Ergebnissen verbunden als Druck, Legitimation oder Koalitionstaktiken. Diese Ergebnisse sprechen dafür, Handlungsgründe herauszuarbeiten und andere an der Gestaltung eines Vorschlags zu beteiligen, statt sich allein auf den eigenen Status zu verlassen.
Vorbehalte äussern können: ein ergänzender Mechanismus
Amy Edmondson (1999, Administrative Science Quarterly) zeigte einen Zusammenhang zwischen psychologischer Sicherheit und Lernverhalten in Teams. Ihre Studie untersucht Einflusstaktiken nicht unmittelbar, beleuchtet aber eine wichtige Voraussetzung für deren Beurteilung: Schwierigkeiten ansprechen zu können, ohne negative zwischenmenschliche Folgen befürchten zu müssen. Eine Zustimmung lässt sich besser einordnen, wenn die Beteiligten auch die Voraussetzungen ihrer Umsetzung diskutieren können.

Der vorschnelle Schluss: Konsultation allein würde überzeugen
Daraus könnte man schliessen, dass Konsultation und die Ermutigung zu Einwänden ausreichen, um Engagement zu erreichen. Konsultation garantiert jedoch weder vereinbare Interessen noch verfügbare Ressourcen und verliert ihren Sinn, wenn sich der Vorschlag nicht mehr verändern lässt. In einer hypothetischen Genfer Privatbank kann eine Projektleitung beispielsweise die Einwände der Compliance verstehen, ohne eine regulatorische Vorgabe aufheben zu können. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Was die Daten für Genf nicht vorauszusetzen erlauben
Diese Arbeiten sind weder kantonsspezifische Experimente noch kausale Nachweise, die die Wirksamkeit einer Einflussmethode garantieren. In den mehrsprachigen Genfer Arbeitsumgebungen belegt eine auf Englisch oder Französisch formulierte Zustimmung für sich allein noch kein gemeinsames Verständnis der Verantwortlichkeiten. Diese Vorsicht ist etwa bei der funktionsübergreifenden Koordination in einem Uhrenhaus, bei unterschiedlichen Mandaten einer internationalen Organisation oder zwischen operativen Funktionen und Risikomanagement im Rohstoffhandel relevant; dies sind hypothetische Situationen und keine Branchenbefunde aus den Studien.
Eine überprüfbare Praxis in Genf
Um «Manager par influence» in einem Genfer Team praktisch anzuwenden, lassen sich während zwei Wochen funktionsübergreifende Anfragen protokollieren, ohne sensible Informationen festzuhalten. Nach jedem Gespräch wird die angesprochene Person gebeten, die zugesagte Handlung, den Termin und einen allfälligen Vorbehalt in ihrer Arbeitssprache wiederzugeben; anschliessend wird vermerkt, ob diese Punkte ausdrücklich bestätigt wurden. Bei Fälligkeit wird der Anteil der tatsächlich eingehaltenen bestätigten Zusagen berechnet, während vorab gemeldete Hindernisse gesondert betrachtet werden. Diese Überprüfung belegt keinen kausalen Effekt der Weiterbildung, hilft aber, mündliche Zustimmung von wirksamer Koordination zu unterscheiden. Weiterführend: entdecken Sie die Führen durch Einfluss-Weiterbildung in Genf im Kanton Genf, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: Führen durch Einfluss in Genf



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