Führen mit KI: Urteil automatisieren oder erweitern?

Bei der Einführung von KI zählt nicht nur, was das Werkzeug kann, sondern wie es Urteil, Verantwortung und Widerspruchsmöglichkeiten verteilt.
Das zentrale Paradox
Sebastian Raisch und Sebastian Krakowski (2021, Academy of Management Review) beschreiben das Spannungsfeld zwischen Automatisierung und Erweiterung. Ihr Beitrag ist theoretisch und belegt keine kausale Wirkung.
Was Arbeitsstudien ergänzen
Katherine Kellogg, Melissa Valentine und Angèle Christin (2020, Academy of Management Annals) zeigen, wie algorithmische Kontrolle Arbeit lenken und bewerten, aber auch Widerstand auslösen kann. Die untersuchten Kontexte sind heterogen.

Ein häufiger Führungsfehler
Wer KI nur als Effizienzgewinn darstellt, verdeckt neue Entscheide: Welche Empfehlung darf angefochten werden, welche Daten zählen und wer verantwortet Fehler? So kann Unterstützung unbemerkt zum Urteilsersatz werden. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Vertretbare Bedingungen
Eine verantwortliche Einführung trennt repetitive Aufgaben von mehrdeutigen Entscheiden, erhält menschliche Einsprache und dokumentiert Abweichungen. Das garantiert keine Leistung, macht Verantwortung aber sichtbar.
Eine überprüfbare Praxis in Genf
Zwei Wochen lang drei KI-gestützte Entscheide mit Empfehlung, Abweichung und Begründung protokollieren. Lässt sich keine Abweichung erklären, steuert das Team das Werkzeug vermutlich noch nicht wirklich. Weiterführend: entdecken Sie die Führen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz-Weiterbildung in Genf, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: Führen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz in Genf



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