KI-Assistenten: Zeit gewinnen, ohne die Arbeit zu zerstückeln

Im Programm «KI-Assistenten und -Agenten ohne Programmieren erstellen» von SHR — Swiss Human Resources betrifft die Gestaltung nicht nur die Ergebnisse des Werkzeugs, sondern auch seine Einbindung in den Arbeitsablauf. Die Führungsfrage ist konkret: Sollen Mitarbeitende jedes Ergebnis sofort prüfen oder die Prüfung bündeln, um zusammenhängendes Arbeiten zu ermöglichen?
Was die Literatur belegt
Sophie Leroy (2009, Organizational Behavior and Human Decision Processes) zeigt experimentell, dass nach einem Aufgabenwechsel ein Teil der Aufmerksamkeit an der vorherigen Aufgabe haften bleiben kann, insbesondere wenn diese noch nicht abgeschlossen ist. Dieser «Aufmerksamkeitsrückstand» kann die Leistung bei der nächsten Aufgabe beeinträchtigen. Für einen KI-Assistenten ergibt sich daraus eine Gestaltungshypothese: Ein sofort verfügbares Ergebnis muss nicht unbedingt sofort geprüft werden.
Die Kosten des Regelwechsels
Joshua S. Rubinstein, David E. Meyer und Jeffrey E. Evans (2001, Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance) weisen in kontrollierten Experimenten zeitliche Kosten beim Wechsel zwischen Aufgaben nach. Ihre Ergebnisse stützen einen Mechanismus der exekutiven Kontrolle, der den Wechsel von Zielen und die Aktivierung der jeweils relevanten Regeln umfasst. Der Wechsel von einem Dossier zur Antwort eines Assistenten könnte somit mehr beanspruchen als die reine Lesezeit, ohne dass diese Studie eine solche Nutzung direkt untersucht.

Der vorschnelle Schluss
Daraus liesse sich ableiten, Benachrichtigungen abzuschalten und alle Ergebnisse zu festen Zeiten zu prüfen. Diese Arbeiten belegen jedoch weder eine optimale Prüfhäufigkeit noch eine generelle Überlegenheit der gebündelten Bearbeitung bei KI-Assistenten. Eine Meldung, von der die Fortsetzung der Arbeit abhängt, kann eine Unterbrechung rechtfertigen; ein nicht dringender Entwurf kann vermutlich warten. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Was die Daten nicht entscheiden können
Diese Studien untersuchen weder heutige generative Agenten noch deren No-Code-Oberflächen. Sie erlauben es nicht, den Nettonutzen eines Assistenten im Team zu beziffern, wo auch Fristen, Abhängigkeiten zwischen Mitarbeitenden und die Qualität der Arbeitsergebnisse zählen. Wer nur die Generierungszeit misst, lässt gerade die Zeit für Prüfung, Wiederaufnahme der Arbeit und Korrekturen ausser Acht.
Eine überprüfbare Praxis in Genf
In Genf kann eine Übung im SHR-Programm zwei Vorgehensweisen anhand fiktiver oder zur Nutzung freigegebener Dossiers vergleichen: Prüfung jedes verfügbaren Ergebnisses und Prüfung zu vereinbarten Zeitpunkten, mit vergleichbaren Aufgaben und umgekehrter Reihenfolge zwischen den Teilnehmenden. Im Private Banking, in einer internationalen Organisation, in der Luxusuhrenbranche oder im Rohstoffhandel könnte der Test jeweils einen Entwurf einer Kundennotiz, eine Sitzungszusammenfassung, eine Antwort des Kundendienstes oder eine Dokumentenübersicht betreffen; dringende Meldungen bleiben ausgenommen. Pro Dossier werden die Anzahl der Wechsel zum Assistenten, die kumulierte menschliche Arbeitszeit bis zur Freigabe und die nach einem einheitlichen Prüfraster erforderlichen Korrekturen erfasst. Die gebündelte Prüfung wird nur beibehalten, wenn die Beobachtungen einen Zeitgewinn ohne Qualitätseinbusse oder Überschreitung vereinbarter Fristen zeigen: ein lokales Entscheidungskriterium, kein allgemeines Versprechen. Weiterführend: entdecken Sie die KI-Assistenten und Agenten ohne Programmierung erstellen-Weiterbildung in Genf, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: KI-Assistenten und Agenten ohne Programmierung erstellen in Genf



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