In Vevey anspruchsvolle Ziele setzen, ohne die Mittel auszublenden

Soll eine Führungskraft die Ziele erhöhen, um bessere Ergebnisse zu erzielen, oder zunächst klären, unter welchen Bedingungen diese erreicht werden sollen? Für das Programm « Leadership d'excellence » von SHR — Swiss Human Resources bietet diese Frage einen Ansatz, um eine konkrete Kompetenz zu entwickeln: Ergebnisanforderungen formulieren, ohne die eingesetzten Mittel unsichtbar zu machen.
Was die Forschung belegt
Edwin A. Locke und Gary P. Latham (2002, American Psychologist) fassen Forschungsarbeiten zusammen, denen zufolge konkrete und schwierige Ziele die Leistung im Allgemeinen stärker fördern als vage Aufforderungen, sein Bestes zu geben. Dieser Zusammenhang hängt unter anderem von den Fähigkeiten, der Zielbindung, den Rückmeldungen und der Aufgabenkomplexität ab. Eine Zielvorgabe ersetzt daher weder das Lernen noch die Ressourcen, die zur Zielerreichung erforderlich sind.
Der Mechanismus, der Anstrengung fehlleiten kann
Maurice E. Schweitzer, Lisa D. Ordóñez und Bambi Douma (2004, Academy of Management Journal) zeigen experimentell, dass nicht erreichte Ziele eine irreführende Darstellung der Leistung begünstigen können. In ihrer Versuchsanordnung ist diese Tendenz besonders ausgeprägt, wenn die Teilnehmenden das Ziel knapp verfehlen. Ein Ziel kann somit Anstrengung fördern und zugleich einen Anreiz schaffen, ein höheres als das tatsächlich erreichte Ergebnis zu melden.

Die vorschnelle Schlussfolgerung
Daraus abzuleiten, dass ambitionierte Ziele Teams zwangsläufig unehrlich machen, wäre überzogen. Die beiden Artikel beleuchten unterschiedliche Dimensionen: die Mobilisierung von Anstrengung und das Risiko einer Verzerrung der gemeldeten Ergebnisse. Die Führungsfrage betrifft damit die Bedingungen der Zielerreichung: Welche Mittel sind zulässig, und wie lässt sich mit einer Abweichung umgehen, ohne Anreize zu schaffen, sie zu verbergen? (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Was die Daten nicht entscheiden können
Ein Experiment zur Leistungsberichterstattung misst nicht, wie häufig täuschendes Verhalten in einem Unternehmen an der Waadtländer Riviera vorkommt. Auch die Forschungsübersicht zur Zielsetzung liefert kein optimales Anspruchsniveau, das sich unmittelbar auf sämtliche Funktionen übertragen liesse. Eine verbreitete Praxis bleibt deshalb unzureichend begründet: eine Kennzahlenvorgabe zu erhöhen, ohne zu prüfen, ob sich Kompetenzen, Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zum Melden von Schwierigkeiten verändert haben.
Eine überprüfbare Praxis in Vevey
Im Umfeld der globalen Lebensmittelwirtschaft, der Konzernzentralen und der KMU an der Riviera bietet sich für « Leadership d'excellence » folgende Übung an: die Ziele eines Teams vor der nächsten Zielüberprüfung durchsehen. Für jedes Ziel sind drei schriftlich festgehaltene Elemente zu prüfen: das erwartete Ergebnis, eine relevante nicht verhandelbare Vorgabe — Qualität, Sicherheit oder Compliance — und das Verfahren, um eine drohende Zielverfehlung zu melden. Anschliessend wird der Anteil der Ziele berechnet, die alle drei Elemente enthalten; die Dokumente werden als Belege aufbewahrt und die Prüfung beim darauffolgenden Termin wiederholt. Dieser Indikator misst die Klarheit des Führungsrahmens, nicht die persönliche Integrität oder einen Leistungsgewinn. Weiterführend: entdecken Sie die Executive Leadership-Weiterbildung in Vevey im Kanton Waadt, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: Executive Leadership in Vevey



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