Feedback in Basel: eine Priorität verbessern, ohne eine andere zu opfern

In der Basler Pharmaindustrie, den Life Sciences, der Rheinlogistik und der internationalen Forschung und Entwicklung müssen Mitarbeitende häufig mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen. Die Führungsfrage lautet deshalb nicht nur «Was muss besser werden?», sondern «Wie lässt sich diese Verbesserung einfordern, ohne den Einsatz von einer anderen Verpflichtung abzuziehen?».
Was die Forschung belegt
James Y. Shah, Ron Friedman und Arie W. Kruglanski (2002, Journal of Personality and Social Psychology) zeigen, dass die Bindung an ein vorrangiges Ziel die gedankliche Zugänglichkeit alternativer Ziele hemmen kann. Diese Zielabschirmung hilft, auf Kurs zu bleiben, bedeutet aber auch, dass andere Ziele nicht unbedingt gleich präsent bleiben. Die Experimente untersuchen keine Feedbackgespräche unmittelbar; sie beleuchten einen Mechanismus, der für deren mögliche Wirkungen relevant ist.
Fortschritt kann auch den Einsatz neu verteilen
Maria João Louro, Rik Pieters und Marcel Zeelenberg (2007, Journal of Personality and Social Psychology) untersuchen die Dynamik der Verfolgung mehrerer Ziele. Ihre Ergebnisse zeigen, dass das Festhalten an einem Ziel oder der Wechsel zu einem anderen unter anderem vom Zusammenspiel zwischen wahrgenommenem Fortschritt, Zielnähe und Emotionen abhängt. Eine Rückmeldung zum Fortschritt kann somit in eine Abwägung zwischen Zielen einfliessen, statt lediglich die Arbeitsintensität zu verändern.

Der voreilige Schluss
Daraus könnte man ableiten, bei jedem Feedback einfach sämtliche Prioritäten in Erinnerung zu rufen. Die Studien prüfen diese Regel jedoch nicht und rechtfertigen sie nicht als allgemeingültiges Rezept. Die vorsichtigere Hypothese lautet, die Abwägung ausdrücklich zu benennen: Was muss besser werden, was kann warten und was darf nicht beeinträchtigt werden? (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Was die Daten nicht versprechen können
Diese Studien belegen nicht, dass eine Bemerkung zu Terminen in einem Basler Unternehmen einen Qualitätsverlust verursacht. Ebenso wenig liefern sie eine validierte Formulierung, um Produktivität, Rückverfolgbarkeit und internationale Abstimmung miteinander zu vereinbaren. Wer in der Praxis nur das angesprochene Ziel beobachtet, kann nicht erkennen, ob eine Verbesserung einen tatsächlichen Gewinn oder lediglich eine Verlagerung des Einsatzes darstellt.
Eine überprüfbare Praxis in Basel
Im Rahmen des SHR-Programms «L'art du feedback» könnte ein Basler Team jede Verbesserungsanforderung mit einer ausdrücklich geschützten Anforderung verbinden und dies erproben: beispielsweise die Dokumentenprüfung beschleunigen, ohne die Rückverfolgbarkeit einzuschränken. Während einer vorab festgelegten Pilotphase würde es bei vergleichbaren Vorgängen sowohl die mediane Prüfungsdauer als auch den Anteil der wegen unvollständiger Dokumentation zurückgewiesenen Dossiers verfolgen. Eine kürzere Prüfungsdauer bei gleichzeitig mehr Rückweisungen wäre ein Anlass, die Abwägung zu untersuchen, und kein uneingeschränkt zu feiernder Fortschritt. Weiterführend: entdecken Sie die Die Kunst des Feedbacks-Weiterbildung in Basel im Kanton Basel-Stadt, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: Die Kunst des Feedbacks in Basel



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