In Zürich Qualität verlangen, ohne Angst vor Fehlern zu schüren

In Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Technologieunternehmen und europäischen Konzernsitzen in Zürich können bestimmte Fehler erhebliche Folgen haben. Die Führungsfrage lautet konkret: Wie lassen sich hohe Standards aufrechterhalten, ohne dass jede Unvollkommenheit den beruflichen Wert einer Person infrage stellt?
Was die Forschung belegt
Andrew P. Hill und Thomas Curran (2016, Personality and Social Psychology Review) unterscheiden in ihrer Metaanalyse das Streben nach hohen Standards von perfektionistischen Sorgen, insbesondere der Angst vor Fehlern und negativen Bewertungen. Diese Sorgen weisen deutlichere positive Zusammenhänge mit Burnout auf als das Streben nach hohen Standards allein. Wer Perfektionismus pauschal als schützend oder gefährlich beschreibt, verdeckt deshalb einen wichtigen Unterschied.
Wenn Qualität zum ständigen Zweifel wird
Randy O. Frost, Patricia Marten, Cathleen Lahart und Robin Rosenblate (1990, Cognitive Therapy and Research) entwickelten ein mehrdimensionales Messinstrument, das unter anderem persönliche Standards, die Besorgnis über Fehler und Zweifel am eigenen Handeln unterscheidet. Ihre Studie belegt keinen kausalen Mechanismus am Arbeitsplatz, liefert aber hilfreiche Begriffe, um Leistungsstreben von ängstlicher Selbstbewertung zu unterscheiden. Eine zusätzliche Kontrolle kann somit technisch notwendig sein oder daraus entstehen, dass jemand die Arbeit nicht als abgeschlossen betrachten kann: Die beobachtbare Handlung allein erlaubt diese Unterscheidung nicht.

Der vorschnelle Schluss
Ein naheliegender Schluss wäre, die Teams zu geringeren Ansprüchen aufzufordern. Diese Arbeiten rechtfertigen weder den Abbau regulatorischer Kontrollen noch die Annahme, hohe Standards schützten automatisch vor Burnout. Eine präzisere Führungshypothese besteht darin, die erwarteten Qualitätskriterien zu klären und zu vermeiden, dass die Korrektur eines Arbeitsergebnisses zu einem Gesamturteil über die betreffende Person wird. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Was die Daten nicht entscheiden können
Die Metaanalyse vereint Forschungsarbeiten aus mehreren Lebensbereichen, nicht nur aus der Arbeitswelt; ihre Zusammenhänge beweisen nicht, dass ein Führungsstil Burnout verursacht. Auch die Studie zu den Dimensionen des Perfektionismus prüft keine betriebliche Intervention. Diese Grenzen verbieten es, Mitarbeitende anhand ihrer Kontrollgewohnheiten zu diagnostizieren oder ihnen die Verantwortung für einen unklar definierten Freigabeprozess zuzuschieben.
Eine überprüfbare Praxis in Zürich
Im Rahmen des SHR-Programms «Psychosoziale Risiken» kann ein Zürcher Team während eines Monats für eine Kategorie wiederkehrender Arbeitsergebnisse eine ausdrückliche Abschlussregel testen: erfüllte Pflichtkriterien, eine benannte entscheidungsverantwortliche Person und klar definierte Bedingungen für eine erneute Prüfung. Vor und während des Tests lässt sich der Anteil der Arbeitsergebnisse erfassen, die ohne festgestellte Nichtkonformität oder dokumentierte neue Anforderung erneut geprüft werden; parallel werden nach der Freigabe entdeckte Fehler erfasst. Weniger erneute Prüfungen ohne Zunahme der Fehler wären ein Hinweis auf einen verbesserten Prozess, kein Beweis für weniger Burnout. Weiterführend: entdecken Sie die Psychosoziale Risiken-Weiterbildung in Zürich im Kanton Zürich, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: Psychosoziale Risiken in Zürich



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