Weiterbildung Führen durch Einfluss in Zürich · Kanton ZurichFühren durch Einfluss im Kanton Zürich: Wie werden Risiken in einem bereichsübergreifenden Projekt frühzeitig angesprochen?

Im Kanton Zürich treffen in Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Tech-Unternehmen und europäischen Konzernzentralen internationale Teams aufeinander, die oft unter hohem Tempo und mit Englisch als Arbeitssprache arbeiten. Für das SHR-Programm «Manager par influence» stellt sich damit eine konkrete Frage: Wie erhält man nützliche Risikohinweise, wenn man ein Projekt ohne Weisungsbefugnis gegenüber allen Beteiligten koordiniert?
1. Was die Forschung zeigt: Sich zu äussern birgt ein Risiko
Amy C. Edmondson (1999, Administrative Science Quarterly) zeigt einen Zusammenhang zwischen psychologischer Sicherheit im Team und Lernverhalten. Psychologische Sicherheit bezeichnet die gemeinsame Überzeugung, dass im Team zwischenmenschliche Risiken eingegangen werden können, etwa indem man Fragen stellt oder Fehler eingesteht. Für eine bereichsübergreifende Projektleitung bedeutet dies, einen Risikohinweis als sozial exponierte Handlung zu betrachten und nicht bloss als Informationsübermittlung.
2. Offenheit zeigt sich im Verhalten
James R. Detert und Ethan R. Burris (2007, Academy of Management Journal) zeigen, dass die Offenheit der Führungskraft mit Wortmeldungen von Mitarbeitenden zusammenhängt, die auf organisatorische Verbesserungen abzielen. Ihre Analysen stützen einen Mechanismus, bei dem psychologische Sicherheit zur Erklärung dieses Zusammenhangs beiträgt. Die Einladung, sich zu äussern, sollte deshalb mit konsistentem Verhalten einhergehen: den Hinweis anhören, prüfen und das weitere Vorgehen erläutern.

3. Der voreilige Schluss: Eine Ermutigung würde genügen
Daraus liesse sich vorschnell ableiten, dass eine ermutigende Aussage zu Beginn der Sitzung genügt, um Risiken sichtbar zu machen. Eine allgemeine Einladung beseitigt jedoch weder Statusunterschiede zwischen Funktionen noch die Sorge, eine von der internationalen Konzernzentrale unterstützte Einführung zu verzögern. In einer englischsprachigen Sitzung kann eine zusätzliche schriftliche Beitragsmöglichkeit eine praktische Vorsichtsmassnahme sein, ohne die Sprache als alleinige Erklärung für Schweigen anzusehen. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
4. Was die Daten nicht versprechen können
Diese Studien untersuchen weder speziell den Kanton Zürich noch Projektverantwortliche ohne hierarchische Weisungsbefugnis. Ihre Ergebnisse garantieren deshalb nicht, dass ein Verfahren zur Erfassung von Risikohinweisen Vorfälle im Banken- oder Technologieumfeld reduziert. Auch die Zahl der Hinweise ist mehrdeutig: Ein Anstieg kann grössere Offenheit widerspiegeln, statt auf eine Verschlechterung des Projekts hinzuweisen.
5. Eine überprüfbare Praxis in Zürich
Ein hypothetisches Beispiel aus Zürich: Eine Projektleiterin koordiniert auf Englisch die Einführung eines Tools zwischen Tech-, Compliance- und Betriebsteams eines internationalen Versicherers. Als Übung zum Führen durch Einfluss bietet es sich an, vor jeder Projektbesprechung von jeder Person einen Risikohinweis einzuholen, wobei «kein Risiko erkannt» eine mögliche Antwort ist, und anschliessend für jeden Hinweis eine zuständige Person, einen nächsten Schritt und einen Rückmeldetermin festzuhalten. Während eines einmonatigen Versuchs wird geprüft, welcher Anteil der Hinweise bis zum angekündigten Termin eine dokumentierte Rückmeldung erhält; mündliche und schriftliche Beiträge werden separat erfasst. Diese Messung prüft die Verlässlichkeit der Bearbeitung, nicht die psychologische Sicherheit selbst oder die Abwesenheit ungemeldeter Risiken. Weiterführend: entdecken Sie die Führen durch Einfluss-Weiterbildung in Zürich im Kanton Zürich, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: Führen durch Einfluss in Zürich



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