Verbessert geteilte Führung die Teamleistung in Vevey?

Die formelle Führungskraft ist in einem Team nicht bei jedem Problem die Person, die die Arbeit inhaltlich lenkt. Die präzise Managementfrage lautet: Verbessert es die Leistung, wenn mehrere Mitglieder Einfluss auf die Ausrichtung der Arbeit nehmen, und unter welchen Bedingungen?
Was die Forschung belegt
Jay B. Carson, Paul E. Tesluk und Jennifer A. Marrone (2007, Academy of Management Journal) untersuchten geteilte Führung in Beratungsteams. Sie fanden einen positiven Zusammenhang mit der von den Kunden bewerteten Leistung. Gemeint ist dabei die Einflussnahme mehrerer Mitglieder untereinander und nicht lediglich die Delegation von Aufgaben durch eine vorgesetzte Person.
Ein Zusammenhang über eine einzelne Studie hinaus
Elisa D’Innocenzo, John E. Mathieu und Michael R. Kukenberger (2016, Journal of Management) fanden in einer Metaanalyse ebenfalls einen positiven Zusammenhang zwischen geteilter Führung und Teamleistung. Ihre Analyse zeigt auch, dass die Definition und Messung dieser Führung für die Ergebnisse relevant sind. Den gegenseitigen Einfluss der Mitglieder zu messen, ist deshalb nicht gleichbedeutend mit einer Gesamtbewertung der Führung im Team.

Der vorschnelle Schluss
Daraus könnte man ableiten, dass Teams auf eine Führungskraft verzichten oder die Leitung der Arbeit systematisch rotieren lassen sollten. Die Ergebnisse belegen weder das eine noch das andere: Geteilte Führung kann neben formeller Autorität bestehen. Entscheidend ist vielmehr, ob eine Person mit einschlägiger Fachkenntnis eine Arbeitsphase lenken kann, ohne dass die Verantwortung für den Entscheid unklar wird. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Was die Daten offenlassen
Ein positiver Zusammenhang belegt nicht, dass eine breitere Verteilung des Einflusses allein die Leistung verbessert. Ein bereits leistungsfähiges Team kann seinen Mitgliedern auch mehr Gelegenheiten bieten, die Initiative zu ergreifen. Weder die Untersuchung von Beratungsteams noch die Metaanalyse ist ein Interventionsversuch in Unternehmen der Riviera; die Übertragung erfordert eine lokale Überprüfung.
Eine überprüfbare Praxis in Vevey
Im Umfeld der globalen Lebensmittelwirtschaft, der Konzernsitze und der KMU der Riviera kann eine Übung im SHR-Programm « Performance d’équipe » in Vevey an einer konkreten Schnittstelle ansetzen, etwa zwischen Qualität, Produktion und Vertrieb. In zwei vergleichbaren Zeiträumen vor und während des Versuchs wird für jeden bereichsübergreifenden Entscheid festgehalten, wer die Analyse leitet, wer entscheidet und wie viel Zeit vom Vorliegen des vollständigen Dossiers bis zum Entscheid vergeht; während des Versuchs wird die Analyseleitung ausdrücklich der Person mit der passenden Fachkenntnis übertragen. Anschliessend werden die mediane Bearbeitungszeit und der Anteil der Entscheide verglichen, die wegen fehlender notwendiger Expertise erneut behandelt werden mussten, wobei die Dossiers vergleichbar bleiben sollten. Diese Erfassung beweist keine Kausalität, erlaubt aber zu prüfen, ob geteilter Einfluss mit wirksamerer Koordination statt mit unklarerer Verantwortung einhergeht. Weiterführend: entdecken Sie die Team-Performance-Weiterbildung in Vevey im Kanton Waadt, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: Team-Performance in Vevey



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