KI-Assistenten: Wann sollten sie in Freiburg nachfragen?

Im Programm «KI-Assistenten und -Agenten ohne Programmieren erstellen» von SHR — Swiss Human Resources verdient die Gestaltung des Austauschs ebenso viel Aufmerksamkeit wie das Erzeugen von Antworten. Die Führungsfrage lautet: In welchen Situationen sollte ein Assistent nachfragen, statt selbst eine Interpretation zu wählen?
Was die Literatur belegt
Herbert H. Clark und Deanna Wilkes-Gibbs (1986, Cognition) zeigen anhand einer Aufgabe zur Bezeichnung von Figuren, dass eine gemeinsam verstandene Bezugnahme Zusammenarbeit erfordert. Die Gesprächspartner schlagen Beschreibungen vor, passen sie an und signalisieren im Verlauf des Austauschs ihr Verständnis. Diese Beobachtungen legen nahe, eine erste Anfrage nicht grundsätzlich als bereits vollständige Spezifikation zu behandeln.
Ein gemeinsamer Wortschatz entsteht im Austausch
Susan E. Brennan und Herbert H. Clark (1996, Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition) beschreiben «konzeptuelle Pakte»: Gesprächspartner entwickeln eine gemeinsame Art, einen Gegenstand zu bezeichnen. Solche Vereinbarungen hängen von der Geschichte ihres Austauschs ab, nicht nur von der allgemeinen Wortbedeutung. Für die Gestaltung eines Assistenten ergibt sich daraus ein Vorsichtsprinzip: Ein vertrauter Begriff allein belegt noch kein gemeinsames Verständnis.

Der vorschnelle Schluss
Daraus könnte man ableiten, dass ein Assistent vor jeder Antwort eine Rückfrage stellen sollte. Diese Arbeiten belegen jedoch weder die Wirksamkeit einer solchen Regel für KI noch eine optimale Anzahl von Fragen. Eine zurückhaltendere Hypothese lautet, Rückfragen auf Mehrdeutigkeiten zu beschränken, die das erwartete Ergebnis verändern würden, statt auf folgenlose Details. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Was diese Daten nicht entscheiden können
Die Studien untersuchen menschliche Gespräche in experimentellen Aufgaben, nicht generative Assistenten im betrieblichen Alltag. Sie erlauben keine direkte Aussage darüber, wann eine Unterbrechung mehr Aufwand verursacht als eine falsche Interpretation. Die verbreitete Praxis, einen Assistenten anhand seiner ersten Antwort zu beurteilen, kann allerdings die Nacharbeit übersehen, die bis zum passenden Arbeitsergebnis erforderlich ist.
Eine überprüfbare Praxis in Freiburg
In Freiburg kann das Programm einen Versuch mit anonymisierten Anfragen aus der Lebensmittelwirtschaft, der zweisprachigen Industrie und dem Hochschulumfeld vorsehen, darunter Anfragen mit mehrdeutigen Begriffen wie «Los», «Serie» oder «Validierung». Zwei Konfigurationen desselben Assistenten werden anhand vergleichbarer, auf die Teilnehmenden verteilter Fälle verglichen: Eine antwortet direkt, die andere darf nachfragen. Gemessen werden der Anteil der wegen einer Fehlinterpretation nachzubearbeitenden Ergebnisse anhand eines vorab festgelegten Bewertungsrasters sowie die gesamte Zeit bis zur Abnahme einschliesslich der Klärung. Die Ergebnisse werden nach Sprache und Fachkontext getrennt betrachtet: Rückfragen wären nützlich, wenn sie die Nacharbeit verringerten, ohne den vorab als akzeptabel festgelegten zusätzlichen Zeitaufwand zu überschreiten. Weiterführend: entdecken Sie die KI-Assistenten und Agenten ohne Programmierung erstellen-Weiterbildung in Freiburg im Kanton Freiburg, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: KI-Assistenten und Agenten ohne Programmierung erstellen in Freiburg



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