KI-Assistenten: Soll das Werkzeugangebot in Zürich laufend wachsen?

Bei Finanzdienstleistern, Versicherungen, Tech-Unternehmen und europäischen Konzernzentralen in Zürich kann jede Funktion einen eigenen KI-Assistenten wünschen. Die Führungsfrage lautet konkret: Hilft ein grösserer Katalog den Mitarbeitenden bei der Arbeit, oder verlangt er ihnen vor jeder Aufgabe eine zusätzliche Entscheidung ab?
Was die Forschung belegt
Sheena S. Iyengar und Mark R. Lepper (2000, Journal of Personality and Social Psychology) zeigten in experimentellen Konsum- und Aufgabensituationen, dass ein breiteres Angebot mehr Interesse wecken kann, ohne das tatsächliche Handeln zu fördern. Einige ihrer Experimente verbinden eine begrenztere Auswahl mit höherem Engagement oder grösserer Zufriedenheit. Diese Ergebnisse belegen eine wichtige Möglichkeit: Mehr verfügbare Optionen machen eine Entscheidung nicht zwangsläufig einfacher.
Eine zweite Studie, die vor Verallgemeinerungen schützt
Benjamin Scheibehenne, Rainer Greifeneder und Peter M. Todd (2010, Journal of Consumer Research) untersuchten diese Frage in einer Metaanalyse. Sie fanden einen durchschnittlichen Effekt der Auswahlüberlastung nahe null, zugleich aber erhebliche Unterschiede zwischen den Studien. Schwierigkeiten lassen sich deshalb nicht allein aus der Zahl der Optionen ableiten: Entscheidend sind auch die Bedingungen, unter denen gewählt wird.

Der vorschnelle Schluss
Daraus könnte man ableiten, dass ein Assistentenkatalog stets auf ein Minimum beschränkt werden sollte; die Daten rechtfertigen diese Regel nicht. Eine Fachperson kann für unterschiedliche Aufgaben unterschiedliche Werkzeuge benötigen, während gelegentliche Nutzende zwischen Assistenten mit ähnlichen Beschreibungen schwanken. Die zu prüfende Hypothese betrifft daher die Verständlichkeit der Einsatzbereiche ebenso wie die Grösse des Katalogs. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Die Grenzen der Daten und der gängigen Praxis
Diese Arbeiten untersuchen keine KI-Agenten, die in betriebliche Prozesse eingebunden sind, und bestimmen keine optimale Anzahl von Assistenten. Auch die Zahl erstellter Werkzeuge oder ihrer Aufrufe zeigt nicht, ob Mitarbeitende das passende Werkzeug für ihre Aufgabe finden. Im Programm « Créer ses assistants et agents IA sans coder » von SHR — Swiss Human Resources ergibt sich daraus eine Gestaltungsfrage: Wie lässt sich der Einsatzbereich jedes Assistenten bereits vor der Nutzung erkennbar machen?
Eine überprüfbare Praxis in Zürich
In einem Zürcher Team lassen sich durch zufällige Zuteilung zwei Darstellungen derselben Assistenten vergleichen: ein ungegliederter Katalog und ein nach Aufgaben strukturierter Einstieg, bei unveränderten Werkzeugen und Zugriffsrechten. Anhand nicht sensibler Arbeitsfälle werden die Zeit bis zur Auswahl und der Anteil der Erstentscheidungen erfasst, die zum vorab von den Fachverantwortlichen definierten Einsatzbereich passen. Eine Darstellung gilt nur dann als vorzuziehen, wenn sie die Orientierung erleichtert, ohne die Qualität der Arbeitsergebnisse zu verschlechtern; diese wird separat anhand eines einheitlichen Bewertungsrasters beurteilt. Weiterführend: entdecken Sie die KI-Assistenten und Agenten ohne Programmierung erstellen-Weiterbildung in Zürich im Kanton Zürich, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: KI-Assistenten und Agenten ohne Programmierung erstellen in Zürich



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